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>> Léon CIBIE wurde 1873 in Paris als Sohn eines Industriellen der Gießerei aus der Auvergne geboren.
Er interessierte sich für Mechanik und Elektrizität und machte eine Lehre in einer kleinen Firma, die auf Elektroinstallationen spezialisiert war. In dieser Zeit war Elektrizität noch Luxus und die wenigen Menschen, die sich diesen Luxus leisten konnten, beauftragten Fachleute mit der Installation.
Er wurde ein guter Techniker, der sich für alle neuen Technologien begeisterte, insbesondere für die Elektrik im Flugzeug- und Automobilbau.
Zu Beginn des ersten Weltkriegs wurde er als Industrieller beauftragt, Beleuchtungssysteme für Nachtflugzeuge zu entwickeln.
Damals erfand er das erste mobile Beleuchtungssystem: Ein von einem Spannungsregulator gesteuerter Generator sorgte für die nächtliche Beleuchtung der Lande- und Startbahnen.
Während andere Hersteller noch Azetylen-Scheinwerfer anboten, stellte Léon CIBIE bereits die elektrische Beleuchtung her und hatte damit einen enormen Vorsprung.
Die ältere Technik der Azetylen-Scheinwerfer, bei der durch die Benetzung von Kalk ein Gas entsteht, bei dessen Verbrennung Licht freigesetzt wird, war nur schwer kontrollierbar und führte zu Verschmutzungen des Scheinwerferglases.
>> 1919 wurde die Firma CIBIE gegründet.
Zu dieser Zeit bauten die Industrieländer und insbesondere Frankreich ihre Automobilindustrie aus.
Die meisten Hersteller fertigten noch Einzelstücke für die Kfz-Werkstätten. Vor diesem Hintergrund nimmt CIBIE die neue Herausforderung der Automobilindustrie an und unterzeichnet einen Zuliefervertrag mit Renault, der über 20 Jahre zu seinen Kunden zählen wird.
>>1908 wird Pierre CIBIE geboren.
Pierre CIBIE absolvierte ein Ingenieurstudium an der renommierten Ecole Polytechnique und macht sich als Spezialist der Beleuchtungstechnik einen Namen. 1929 hielt er seine erste Konferenz an der der Académie des sciences. Er brachte sein technisches Know-how und seine Kenntnis der gesetzlichen Vorschriften im Bereich der Beleuchtung in das Familienunternehmen ein. Außerdem war er der Vater der europaweit gültigen Verkehrsregeln.
Gleichzeitig war Pierre CIBIE ein begeisterter Flugzeugpilot, der die Rallye du Touquet im Alter von 18 Jahren gewann.
Am Ende des zweiten Weltkriegs befand sich das CIBIE-Werk in der Rue Haxo im 20. Arrondissement in Paris. Die Marke CIBIE war dem Endverbraucher jedoch noch unbekannt.
Nach der Befreiung Frankreichs und nach dem Tod von Louis Renault wird das Automobilunternehmen verstaatlicht.
Bei Renault wird die Produktion des Renault 4CV aufgenommen. CIBIE erhält einen Exklusivvertrag für die Lieferung von Scheinwerfern in großen Serien für alle Fahrzeuge (R4 Juva 4).
Das Werk in der Rue Haxo war zu klein, um das neue Auftragsvolumen von Renault zu erfüllen. Es wurde nun nach Bobigny verlegt, wo das Werk auf einer Fläche von ca. 12000 Quadratmetern wieder aufgebaut wurde.
Neben Renault zählten nun auch Peugeot, Simca u.a. Automobilhersteller zu CIBIEs Kunden.

Das Unternehmen war auf Hauptscheinwerfer und auf Nebelscheinwerfer spezialisiert. Der erste Halogen-Scheinwerfer funktionierte mit Jod und stammt von 1966.
Damals stieg die Tochter von Pierre CIBIE Marie Claire Merenda in das Familienunternehmen ein und übernahm die Kommunikationsabteilung. CIBIE wird Partner großer Rallye-Teams: Rallye des Cévennes, Rallye von Monte Carlo… |